Kreistagsprogramm 2013-2018


Transparenz und Bürgerbeteiligung sind uns wichtig


Es lohnt sich, im Kreis Plön zu leben. Er ist für viele seit Generationen die Heimat. Viele sind zu uns gezogen. Sie haben hier ihren Wohnort, oftmals auch ihren Arbeitsplatz gefunden.

Unser Kreis verfügt über eine gute Infrastruktur. Dies zu erreichen, war nicht einfach. Bewährtes bewahren, Neues entwickeln und entfalten - so verstehen wir unsere Arbeit. Ein Kreis, der allen Generationen und Bevölkerungsgruppen etwas bietet. Und der vor allem auch den jungen Menschen Perspektiven gibt.

Wir sind offen für intensive Kontakte mit unseren Nachbarn. Dies gilt für die Stadt Kiel und die umliegenden Kreise, in denen ein Teil unser Einwohnerinnen und Einwohner ihren Arbeitsplatz haben. Dies gilt genauso für die Metropolregion Hamburg wie für den skandinavischen Raum. Im Miteinander liegen Chancen durch ein Denken, das nicht an Kreisgrenzen halt macht.

Kommunalpolitik kann vieles vor Ort regeln, aber nicht alles. Denn natürlich werden eine Reihe von wesentlichen Rahmenbedingungen aus Brüssel, Berlin und Kiel bestimmt. Dennoch gilt: es lohnt sich, sich im Rahmen kommunaler Arbeit zu engagieren, dazu beizutragen, das Leben vor Ort zu gestalten.

Wir befürworten mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz bei Planungs- und Entscheidungsvorgängen.

Unsere Arbeit gilt allen Bürgerinnen und Bürgern. Für sie engagieren wir uns. Mit ihnen wollen wir die Zukunft gestalten. Damit wir uns weiter in unserer Region wohl fühlen.

Wir wollen den Menschen aus anderen Kulturen und Nationen die gesellschaftliche
Teilnahme in unserem Kreis ermöglichen. Wir verlangen von Ihnen, dass sie unsere freiheitlich demokratische Grundordnung anerkennen. Deshalb unterstützen wir die gezielte Sprachförderung bereits für Kleinkinder und an der Schule, Sprachkurse für Erwachsene und die Stärkung der Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche.

Die Entwicklung des Kreises Plön weiter voranbringen

Wirtschaft - Wohlstand - Zukunft


Die Lebensqualität wird ganz wesentlich durch die reizvolle Landschaft und Lage, attraktive Wohn- und Freizeitmöglichkeiten sowie gute Schul- und Ausbildungsangebote bestimmt.

Die heimische Wirtschaft ist für viele Bürger ihre Einkommensgrundlage und ihr Arbeitsplatz. Für sie ist Mobilität wichtig. Das Straßennetz ist bei uns gut ausgebaut.

Wir wollen alles tun, die Rahmenbedingungen für diese Entwicklung fortzusetzen und zugleich veränderten Herausforderungen gerecht zu werden.

Bestandspflege und Unterstützung unserer heimischen Wirtschaft hat für uns den gleichen Stellenwert wie die Ansiedlung neuer Unternehmen. Die Wirtschaftsförderungsagentur (WFA) leistet hierbei eine gute Arbeit. Dies soll fortgesetzt werden.

In dem von uns vor mehr als zwei Jahrzehnten initiierten Gewerbe- und Technikzentrum (GTZ) in Schwentinental bieten sich hervorragende Startbedingungen für Existenzgründer. Unser Ziel ist es, dass sie nach Aussiedlungen möglichst in der Region ansässig bleiben.

Handwerk, Handel, Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Gastronomie und Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen prägen unsere heimische Wirtschaft. Sie tragen wesentlich dazu bei, Einkommen, Wohlstand und damit Zukunft zu sichern.

Die Landwirtschaft ist im ländlichen Raum nach wie vor ein bestimmender und die Landschaft prägender Faktor. Sie hat es verstanden, durch entschlossene Anpassung ihrer Unternehmensstrukturen ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Auswüchse bei der Entstehung von Monokulturen durch den Anbau von Energiepflanzen mit ihren negativen ökologischen Folgen müssen vermieden werden. Der Einsatz von Gülle kann zur Entlastung beitragen.

Immer mehr Betriebe klagen über zu viele Vorschriften, Auflagen und Anforderungen für Statistiken. Wir setzen uns dafür ein, dies zu begrenzen und praxisnah zu gestalten.

Im Tourismus streben wir an, über die Sommermonate hinaus attraktiver zu sein. Besondere Chancen dazu liegen im kulturellen Bereich, in attraktiven Events, im Rad-, Wasser- und Gesundheitstourismus, in gezielten Angeboten für die unterschiedlichen Zielgruppen. Wir setzen uns für barrierefreie Zugänge ein.

Ziel ist es, die unterschiedlichen Akteure und Gemeinden an einen Tisch zu bringen, um die Vermarktung unserer Urlaubsregionen stärker miteinander zu vernetzen.

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Foto: Silvano Rebai/Fotolia
Dem Ausbau der Breitbandversorgung kommt hohe Bedeutung zu. Land und Bund bleiben aufgefordert, Gemeinden, ämtern und Städten beim Ausbau des schnellen Internets wirkungsvoll zu unterstützen. Dies ist für die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft wie auch für die Bildungschancen der jungen Generation von großer Wichtigkeit. Auch der schnelle Ausbau der mobilen Datennetze ist weiter zu unterstützen, da insbesondere die Verfügbarkeit von LTE-Netzen in Gebieten, die noch unzureichend mit DSL versorgt sind, eine Alternative darstellen kann.

Auf dem Arbeitsmarkt liegen die Beschäftigungsquoten im Kreis Plön seit langem deutlich besser als im Landesdurchschnitt. Wir unterstützen arbeitsmarktpolitische Maßnahmen.

Je mehr Bürokratie abgebaut wird, umso effektiver kann Verwaltung arbeiten. Der Abbau von Bürokratie muss zunächst bei der Vielzahl und Komplexität der Vorschriften ansetzen, da sie dort in aller Regel entsteht.

Verwaltung soll vor allem Dienstleister sein, sie soll den Bedürfnissen der Bürger dienen. Dazu sind zum Beispiel die Möglichkeiten durch E-Government weiter auszubauen. Verwaltungsbescheide sind in einer verständlichen Sprache zu erteilen.

Wir wollen mehr Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten für die Bürger und vor Ort. Der neue Landesentwicklungsplan (LEP), die Vereinfachung des Naturschutzgesetzes und der Bauordnung sind Beispiele für diesbezüglich erfolgreiche, von der CDU initiierte Anstrengungen. Landesregierung und Landtag sind aufgefordert, diesen Kurs fortzusetzen.

Wir erwarten von Bund und Land, dass sie in erkennbarer Weise helfen, die durch die Schließung von Bundeswehrstandorten für die Beschäftigten und die Regionen entstandenen Probleme zu mindern.

Politik für die Generationen engagiert fortsetzen

Familien / Kinderbetreuung / Bildung / Integration / Senioren / Gesundheit / Soziales


Wir werden unsere familienfreundliche Politik fortsetzen, um die Lebensbedingungen für Arbeit, Wohnen und Soziales er erhalten und weiter zu verbessern. Die CDU hat sich dafür eingesetzt, dass trotz der begrenzten finanziellen Möglichkeiten dafür Mittel im Haushalt eingestellt wurden.

Politisches Handeln muss sich an Familienfreundlichkeit orientieren

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Foto: micromonkey/Fotolia
Familie ist für uns dort, wo Eltern Verantwortung für Kinder und später Kinder Verantwortung für Eltern übernehmen. Wir werden sie in ihrer Aufgabe unterstützen und wollen, dass die Bedingungen für Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit weiter verbessert werden.

Wir setzen uns ein für

  • verstärkte Fortbildung zum beruflichen Wiedereinstieg;
  • Teilzeitarbeit, besonders auch für Alleinerziehende;
  • flexible Arbeitszeiten;
  • Tele- und Heimarbeit; auch deshalb ist der Breitbandausbau wichtig.


Jede Familie soll selbst entscheiden, wie die Betreuung ihrer Kinder organisiert ist, deshalb befürworten wir die Einführung des Betreuungsgeldes. Wir fördern

  • verbesserte öffnungszeiten der Kindergärten;
  • Ausbau der Betreuung für unter 3jährige durch Krippen und durch qualifizierte Tagesbetreuung, der Kreis Plön ist hier landesweit „Spitze“;
  • Ausbildung von Tagesmüttern und Förderung der Kindertagespflege
  • verlässliche Grundschulzeiten und die offene Ganztagsschule;
  • frühkindliche Förderung in den Kitas.


Wir unterstützen wichtige Einrichtungen wie

  • die Erziehungs- und Lebensberatung;
  • die Familienbildungsstätte;
  • die Elternschule.

Kinder vor Gefahren schützen

Gewalt an Kindern und Verwahrlosung von Kindern darf nicht hingenommen werden. Dies gilt auch für Kinderarmut. Mit dem Kinderschutzgesetz in Schleswig-Holstein sind wichtige Präventionsmaßnahmen beschlossen worden, die wir im Kreis Plön zum Schutz der Kinder umsetzen. Hierzu gehört:

  • Die verpflichtenden ärztlichen Untersuchungen zur Früherkennung von gesundheitlichen Schädigungen;
  • Vernetzung von Behörden, Verbänden und Vereinen, um Eltern, Kinder und Jugendliche zeitnaher und effektiver zu unterstützen,
  • eine ausreichende personelle Ausstattung des Allgemeinen Sozialen Dienstes beim Kreis.


Wichtige Maßnahmen zur Vermeidung von Kinderarmut sind zum Beispiel

  • die Früherkennung auszubauen;
  • Hilfsangebote zu entwickeln und Angebote zu verbinden,
  • Unterstützung bei Lernmaterialien und Lernangeboten,
  • Probezeiten in Vereinen ohne Beitritt.

Bildung und soziale Kompetenz vermitteln

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Foto: CDU/Christiane Lang

Rückläufige Schülerzahlen infolge der demographischen Entwicklung sowie die aktuelle Diskussion über eine Neuordnung der Schullandschaft stellen den Kreis und die Schulträger bei der Sicherung eines flächendeckenden hochwertigen Bildungsangebots vor große Herausforderungen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Verunsicherung von Schülern und Eltern durch fortwährende Schulartdebatten kurzfristig beendet wird. Auch die Schulträger brauchen für ihre Investitionsentscheidungen Planungssicherheit und Verlässlichkeit. Die Schulentwicklungsplanung des Kreises gewinnt als Instrument des Interessenausgleichs zwischen den Schulträgern eine zunehmende Bedeutung.

Wir setzen uns dafür ein, dass Bildung und soziale Kompetenz vermittelt werden Der Bedarf an Schulsozialarbeit steigt. Sie muss intensiviert und breiter angelegt werden.

Schulsozialarbeit soll der Verbesserung der Bildungsteilhabe dienen, also Bildungschancen steigern. Sie soll helfen, die Verbindung zwischen Schule, Familie und Freizeit der Schüler sinnvoll zu fördern.

Die Attraktivität der Berufsausbildung im dualen System sollte durch verbesserten Austausch der Auszubildenden mit den europäischen Nachbarn erhöht werden.

Wir setzen uns ein für

  • den Erhalt des guten Standards an unseren allgemeinbildenden und beruflichen Schulen;
  • den Erhalt der Gymnasien in unserem Kreis;
  • den Ausbau der Schulsozialarbeit unabhängig von der Schulart;
  • eine möglichst geringe Belastung der Eltern an den Kosten der Schülerbeförderung;
  • die Chance jedes jungen Menschen zu einem berufsqualifizierenden Abschluss;
  • die Umsetzung des Teilhabe- und Bildungspaketes durch den Kreis Plön als
  • Schulträger;
  • die Erleichterung der übergänge zwischen den Schulen und vom Kindergarten in die Schule;
  • den kontinuierlichen Ausbau von Ganztagsangeboten;
  • die Vernetzung von schulischen und außerschulischen Angeboten;
  • eine engere Verbindung von Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit;
  • die Einrichtung eines weiteren Schulpsychologen;
  • den weiteren Ausbau der IT-Ausstattung und der Internetanbindungen an den Schulen.

Junge Menschen für das Leben befähigen

Politik für junge Menschen bedeutet nicht nur ein angemessenes Bildungs- und Ausbildungsangebot zu sichern, sondern auch alle sozialen und wertorientierten Aspekte wie Gewaltprävention, Jugendschutz und Freizeitangebote zu berücksichtigen. Junge Menschen müssen befähigt werden, in der Gesellschaft und mit ihren Herausforderungen zu bestehen.
Wir wollen möglichst alle jungen Menschen auf diesem Weg mitnehmen.

Wir setzen uns ein für

  • eine verlässliche Unterstützung der ehrenamtlichen Jugendarbeit von Vereinen und Verbänden;
  • gezielte Projektmaßnahmen, damit jeder Schüler einen qualifizierten Schulabschluss erreicht;
  • wohnortnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze;
  • ein ausgewogenes, vielfältiges Freizeitangebot, um unsere Region auch für junge Menschen attraktiv zu gestalten; dies bedarf auch einer Infrastruktur, die einen bedarfsgerechten öPNV und eine leistungsfähige Versorgung mit Breitbandanschlüssen und mobilen Datennetzen beinhaltet;
  • die Förderung ehrenamtlichen Engagements von Jugendlichen.

Die Senioren ermuntern, sich weiter aktiv einzubringen

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Foto: nyul/Fotolia

Die Lebenserfahrung und Kompetenz der Senioren sind ein großes Potential. Wir wollen sie stärker nutzen und fördern. Wir ermuntern die Senioren, sich weiter einzubringen.

Die Förderung des gegenseitigen Verständnisses für ein Zusammenleben von Jung und Alt ist wichtig. Wir befürworten und unterstützen die Einrichtung von Mehrgenerationenhäusern wie Wohnformen, die Selbständigkeit sichern und Hilfsangebote nach Bedarf bereithalten.

Wir ermuntern die ältere Generation, sich aktiv in Vereine und Verbände einzubringen. Dies kann auch sehr helfen, ehrenamtliche Strukturen und Arbeit zu erhalten und zu fördern.

Gesundheit und Soziales - gute Arbeit fortsetzen

Die CDU nimmt ihre soziale Verantwortung für die Bürger sehr ernst. Wir haben uns seit Jahrzehnten erfolgreich für den Erhalt der Klinik Preetz, des kreiseigenen Alten- und Pflegeheimes und des Rettungsdienstes eingesetzt. Dies waren und bleiben wichtige Bausteine zur gesundheitlichen Grundversorgung für die Menschen in unserem Kreis.

Wir haben für die Klinik Preetz realisiert: Stabilisierung der Wirtschaftlichkeit, Errichtung eines ärztehauses mit Parkplätzen, Erhalt der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Die CDU setzt sich ein für

  • den Ausbau von ambulanten und familiennahen Hilfen für Senioren und Pflegebedürftige;
  • die Vereinbarkeit von Familienarbeit, Pflege und Beruf;
  • Anreize, damit junge Menschen den Pflegeberuf ergreifen;
  • eine bedarfsgerechte Zahl von Ausbildungsplätzen in der Pflege;
  • die selbst bestimmte und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben;
  • das Frauenhaus und den Frauennotruf;
  • die Suchtprävention.

Sicherheit liegt in unser aller Interesse


Sicherheit gehört zu den wichtigsten Werten. Wir erwarten, dass Landesregierung und Landtag Polizei und Justiz so ausstatten, dass diese best möglichst arbeiten können. Wir wollen im Rahmen unserer kommunalen Verantwortung weiter alles tun, dass Feuerwehren und Rettungsdienste optimal arbeiten können. Die neue Kreisfeuerwehrzentrale wird diesem Anspruch gerecht werden.

Sicher leben in den ländlichen Kommunen und Städten des Kreises Plön ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis vielfältiger Bemühungen von Polizei, Politik, Behörden, Institutionen, Einrichtungen, Verbänden und Vereinen.

Vor allem Einbruchs- und Gewaltdelikte sorgen viele Bürger. Sie werden häufig aus dem räumlichen Umfeld der Opfer verübt. Prävention, Polizei vor Ort, Videoüberwachung in gefährdeten Bereichen und Wachsamkeit wie Engagement der Bürger sind deshalb besonders wichtig. Wir lehnen weitere Auflösungen von Polizeistationen ab.

Jugendlichen Intensivtätern ist energisch zu begegnen. Durch koordinierte sozialpädagogische Maßnahmen und wenn nötig, auch mit den gebotenen rechtlichen Sanktionen. Die Abkehr „von der schiefen Bahn“ und die Vermittlung dieser Einsicht sind vorrangiges Ziel.

Wir fordern verstärkte strategische Anstrengungen zur Verhütung von Jugendkriminalität und Jugendgewalt durch eine dauerhafte intensive Zusammenarbeit zwischen Ministerien, deren Fachbehörden, den sozialen Diensten, den Schulen, der Polizei, den Gerichten und Unternehmen, sofern sie betroffen sind, wie zum Beispiel Diskos.

Geschlossene landes- und bundesweite Polizeieinsätze sorgen für Lücken in den Stationen vor Ort. Wir halten eine feste 2. Einsatzhundertschaft für Schleswig-Holstein für nötig, um dies zu reduzieren. Durch eine Sicherheitsabgabe für Polizeieinsätze bei Profi-Veranstaltungen wie bei denen der Fußball-Bundesliga könnten notwendige neue Einnahmen erzielt werden.

Natur, Umwelt, Energie - miteinander, nicht gegeneinander


Natur und Umwelt sind unsere Lebensgrundlagen. Sie zu pflegen und zu erhalten, ist eine generationenübergreifende Verpflichtung. Wir stehen zu ihr, zum Erhalt der Schöpfung.

Zielkonflikte müssen im Sinne fairer Kompromisse entschieden werden. Auswirkungen auf die Umwelt sind abzuwägen. Der Dialog sollte diese Prozesse kennzeichnen.

Es gilt, unsere immer noch vielseitige Tier- und Pflanzenwelt zu pflegen, zu erhalten und besonders die nachfolgenden Generationen zu begeistern, in diesem Sinne zu wirken.

Wir lehnen den Bau von 380 kV überlandleitungen durch den Kreis zum Transport von Energie ab, wenn ihr Erfordernis nicht eindeutig erwiesen werden kann. Sämtliche Alternativen sind zu prüfen. Sie zerstören in erheblicher Weise Landschaft und mindern zu erheblich die Wohn- und Lebensqualität. Ihr Bau durch den Kreis Plön ist nach derzeitiger Kenntnis nicht notwendig. Wir erwarten von Bund und Land, dies bei den Planungen auch künftig zu berücksichtigen.

Wir befürworten eine Energiepolitik, die sich an bezahlbaren Preisen, einem Höchstmaß an Einsatz neuester technologischer Möglichkeiten sowie eine höchstmöglich Ressourcen schonende Nutzung orientiert.

Wir bleiben dabei, dass die Ausweisung von Windenergieflächen nicht gegen den Willen der Bürger erfolgen darf. Vor der Ausweisung neuer Flächen muss zudem der Netzausbau geklärt sein. Die Produktion von Strom macht nur Sinn, wenn er auch genutzt wird.

VKP stärken, kreisübergreifend kooperieren, Radwege nutzen


Wir setzen uns für gute Verkehrsverbindungen und Verkehrsanbindungen ein. Ob für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, zu Schulen, zu Behörden, Klinken oder Pflegeinrichtungen - eine höchstmögliche Mobilität und Flexibilität sind unser Ziel.

Wir befürworten Angebote wie beispielsweise Anruf-Taxis, um die verkehrlichen Bewegungsmöglichkeiten für die Bürger ohne Auto zu erhöhen.

Wir haben dem Bau von Radwegen immer hohe Bedeutung beigemessen. An mehr als 50 Prozent der Kreisstraßen gibt es einen Radweg. Trotz knapper Finanzen wollen wir diesen Weg fortsetzen. Radwege sind für die Sicherheit im Straßenverkehr, den Tourismus und die Freizeitgestaltung bedeutend. Radfahren spart Geld, kostet kein Benzin, schont die Umwelt.

Wir setzen uns dafür ein, die Verkehrsanbindungen durch die VKP zu verstärken. Unsere Gemeinden müssen zum Teil besser an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden werden. Die VKP wird gebeten, Vorschläge und Modelle vorzulegen. Diese sollen im Dialog mit den Bürgern und Gemeinden beraten und danach vom Kreistag beschlossen werden.

Eine Stadtregionalbahn würde die Anbindung der meisten Gemeinden und Bürger nicht stärken, aber die VKP schwächen. Dies lehnen wir ab. Für die Realisierung einer schienengebundenen Stadtregionalbahn fehlen dem Kreis Plön und seinen Gemeinden auch bei hoher Investitionsförderung die Mittel. Ein flexibler Busverkehr wird den Bedürfnissen im ländlichen Raum gerechter als eine einzelne Bahnlinie mit dann umfänglichen Zubringerdiensten.

Eine Stadtregionalbahn würde zudem die Wohnqualität vieler Bürgerinnen und Bürger wegen der Lärmbelästigungen mindern und unvertretbare Eingriffe in Umwelt und Natur bedeuten.

Wir setzen auf die Stärkung der VKP, die kreisübergreifende verkehrliche Kooperation, die Koordination von Fahrgemeinschaften und die verstärkte Nutzung von Radwegen.

Solide Finanzen sind Grundlage politischer Handlungsfähigkeit


Verantwortliche Haushaltspolitik ist ein Gebot der Generationen-Gerechtigkeit. Wir dürfen der jungen Generation keine weiteren Finanz-Lasten aufbürden. Auch der Staat - und damit auch der Kreis und die Kommunen - können im Grundsatz nur so viel ausgeben, wie sie einnehmen. Dies geht nicht immer ohne schmerzhafte Diskussionen und Entscheidungen.

Die CDU-Kreistagsfraktion hat sich bereits seit 2003 für eine Begrenzung von Personal- und Verwaltungskosten im Kreis eingesetzt, weil diese wesentlich die Ausgaben mit ausmachen.
Bis 2007 wurde im Zusammenwirken mit der Verwaltung und den Mitarbeitern eine Senkung der Personalkosten um 10% erreicht. Auch danach wurde dieser Einsparkurs fortgesetzt.

Zur Schuldenbremse gibt es auch im Kreis Plön keine Alternative. Aus Gründen der finanzpolitischen Vernunft befürwortet die CDU ein zwischen Land und Kreis abgestimmtes Konsolidierungskonzept umzusetzen.

Der Eingriff des Landes in den kommunalen Finanzausgleich bedeutet für den Kreis Plön seit 2007 jährliche Mindereinnahmen von 1,5 Mio. Euro. Das Land bleibt aufgefordert, durch den Abbau von staatlichen Aufgaben und die Absenkung gesetzlicher Standards die zugesagte vollständige Kompensation dieser erheblichen finanziellen Einbuße zu gewährleisten. Sollten den Kreisen, Städten und Gemeinden neue Aufgaben übertragen werden, kann dies nur bei vollständigem finanziellen Ausgleich erfolgen.

Mittelfristig müssen die Finanzbeziehungen zwischen Land und Kommunen sowie zwischen den Kommunen neu geregelt werden. Die Verteilung der Steuereinnahmen muss transparenter und einfacher werden. Sollten den Kreisen, Städten und Gemeinden neue Aufgaben übertragen werden, kann dies nur bei vollständigem finanziellem Ausgleich erfolgen.

(Wir erwarten vom Bund, dass die Mittel für städtebauliche und regionale Wirtschaftsförderung für Konversion genutzt werden können.)

Wir danken allen, die sich ehrenamtlich engagieren


Nur durch ehrenamtliche Tätigkeit sind der Einsatz der Feuerwehren, die Arbeit der Vereine und Verbände und kulturelle Angebote möglich. Dafür danken wir allen, die dazu beitragen.
Insbesondere auch das Engagement in Kirchen und Konfessionen verdient Anerkennung.

Wir werden unsere Feuerwehren weiter fördern. Sie leisten gleichermaßen eine wichtigen Beitrag zur Sicherheit wie zu einem attraktiven Gemeinschaftsleben.

Im Sport finden viele Bürgerinnen und Bürger, vor allem auch Kinder und junge Menschen, attraktive Freizeitgestaltung. Wir unterstützen weiter die Arbeit der Vereine.

Ein gutes und breites kulturelles Angebot ist eine der Grundlagen gesellschaftlichen Lebens und fördert kulturelle Identität.

Diese zu stärken, ist auch eine der Aufgaben der Museen. Es sind die Kreis- und Heimatmuseen, die unsere Geschichte mit der Gegenwart verknüpfen und den Menschen das Verständnis für den eigenen Lebensraum nahe bringen.

Wir setzen uns ein für

  • gute Sportbauten für Schul- und Freizeitangebote;
  • die Kreismusikschule, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen den Zugang zum eigenen Musizieren und in der Gemeinschaft ermöglicht;
  • die Fortsetzung der geschlossenen Verträge für den Sport, die sozialen und Verbände und die Volkshochschule, um Planungssicherheit zu geben;
  • die stärkere Anerkennung des Ehrenamtes,
  • die jährliche Verleihung des Kulturpreises des Kreises.


Ehrenamt, Feuerwehren, Sport, Kultur, Vereine und Verbände haben in der CDU im Kreis Plön bei der Unterstützung ihrer Vorhaben einen verlässlichen Partner.

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